2015

SM Cross Country: Nur einer der Schweizer Elite-Trümpfe stach

Nino Schurter und Kathrin Stirnemann holen in Langendorf die beiden Meistertitel bei der Elite
Von Michael Forster

Es waren nicht unbedingt die Schweizer Meisterschaften der Favoriten in Langendorf. Gleich in drei Kategorien stand am Ende nicht der oder die nominell Stärkste zuoberst auf dem Podest. So zum Beispiel bei der Elite der Frauen. Als grosse Favoritin gestartet, musste sich Jolanda Neff nach beinahe eineinhalb Stunden Fahrzeit mit Rang 3 begnügen. Das Problem war ein defekter Wechsel, welcher in der hinteren Tech-Zone zuerst komplett demontiert, dann wieder angeschraubt werden musste. Das schafften die Mechaniker zwar innerhalb von rund vier Minuten, doch diese Hypothek erwies sich für die Weltcup-Führende als zu gross. „Hätte ich von Anfang an meinen Rhythmus und damit einen frühen Vorsprung herausgefahren, hätte es vielleicht dennoch gereicht“, räumte Neff ein, wohl die falsche Taktik angeschlagen zu haben. Stattdessen griff sie erst kurz vor dem Zwischenfall an, nachdem sie die ersten beiden Runden zusammen mit Kathrin Stirnemann und Nathalie Schneitter gefahren war.
Der einen Pech, der anderen beiden Freud: Denn so hatte, absolut unverhofft, plötzlich das Duo Stirnemann/Schneitter die goldene Möglichkeit, um den Schweizer Meistertitel zu fahren. „Ich ging davon aus, an einem super Tag Silber zu holen“, meinte Stirnemann nach ihrem Coup freudenstrahlend. „Ich erschrak fast ein wenig, als wir Jolanda überholten, doch dann griff ich im richtigen Moment an und bin richtiggehend ins Ziel gefetzt, ja, geflogen“, so die neue Schweizer Meisterin bei den Frauen. Natürlich sei es schade für Neff, schob die Aargauerin nach, was auch Nathalie Schneitter bestätigte. Die Lokalmatadorin, aus dem angrenzenden Lommiswil mit einem grossen Fanclub angereist, hielt bis weit in die letzte Runde mit Stirnemann mit, musste diese, nach einer Konterattacke, dann aber entscheidend ziehen lassen. „Sie fuhr heute wohl ein bisschen cleverer“, räumte Schneitter ein, in der Phase zuvor zu angriffig gefahren zu sein. Trotzdem: „Wenn mir vor einem Jahr, als ich an der SM in Lostorf wieder auf die Rennstrecke zurückkehrte, jemand gesagt hätte, ich könne in Langendorf um den Meistertitel mitfahren, hätte ich das wohl nicht für möglich gehalten.“
Wie beiden Frauen war auch die Schlussphase der Männer von einem Zweikampf geprägt. Und auch hier war ein technischer Defekt ausschlaggebend für diese Konstellation. Bereits in der 1. Runde hatte Mathias Flückiger Probleme mit der Kette, ehe ihn ein erneuter Zwischenfall aus der Entscheidung warf. „Schade, ich hätte die Gruppe wohl halten können“, so der jüngere der beiden Flückiger-Brothers. So war der Weg auf den letzten drei Runden frei für Topfavorit Nino Schurter und Florian Vogel. Letzterer versuchte zwar mit mehreren Angriffen, Schurter zu distanzieren, und doch gelang es dem Bündner, als Erster in den letzten Trail einzubiegen und bis ins Ziel die entscheidende Differenz zu schaffen. „Nino war heute ganz einfach stärker“, schickte der Zweitklassierte ein Lob in Richtung des neuen und alten Schweizer Meisters. Dieser sprach von einem schwierigen Unterfangen, auf diesem Parcours für die Differenz zu sorgen: „Dafür fehlte ein langer Aufstieg. Doch ich wusste: Wenn ich als Erster in den letzten Trail würde einfahren können, verteidige ich die Führung bis ins Ziel.“
Trotz Bronze gar nicht zufrieden mit seinem Auftritt war Lukas Flückiger. „Ich hatte mir das ganze Rennen anders vorgestellt, nämlich, mich von Anfang an in den ersten zwei, drei Positionen zu bewegen.“ Stattdessen verlor der BMC-Profi früh den Anschluss an die Spitze, witterte aber eingangs der letzten Runde, mit nur 13 Sekunden Rückstand, doch noch seine Chance auf den Sieg. „Doch dann wurde ich im Wald von U23-Fahrern mehrfach aufgehalten, und dann war es vorbei.“ Noch viel schlimmer als Flückiger erging es auf dem 4,7 km langen Rundkurs in Langendorf zum Beispiel Lars Forster. Als Favorit ins Rennen der U23 gestartet, musste er seine Titelambitionen nach einem Sturz früh begraben. Mehr noch: Im Spital musste ihm die Schulter wieder eingerenkt werden. Früh aus der Entscheidung geworfen wurde auch Filippo Colombo bei den Junioren. 2014 in Lostorf noch stolzer Meister, musste er in diesem Jahr, ebenfalls nach einem (allerdings harmloseren) Sturz, Vital Albin sowie Nick Burki (beide vom Bike Team Solothurn) den Vortritt lassen. Wenig überraschend verliefen hingegen die beiden Nachwuchskategorien bei den Frauen. Sowohl bei den Juniorinnen mit der amtierenden Weltmeisterin Nicole Koller als auch bei den U23 mit Linda Indergand setzte es Favoritinnen-Siege ab.

Videos:
SM Cross Country 2015 Elite Men
SM Cross Country 2015 Junioren

Resultate

Langendorf. Schweizer Meisterschaften Mountainbike. 

Cross Country

FRAUEN 
Juniorinnen: 1. Nicole Koller (Tower Sport) 57:42. 2. Sina Frei (jb Felt) 3:09 zurück. 3. Sonja Guerrini (Strüby Bike Team) 3:40.
U23: 1. Linda Indergand (Focus) 1:11:01. 2. Alessandra Keller (Stüby Bike Team) 3:27. 3. Andrea Waldis (Luna Pro Team) 7:07. –
Elite: 1. Kathrin Stirnemann (Haibike) 1:23:06. 2. Nathalie Schneitter (Rose) 0:27. 3. Jolanda Neff (Stöckli) 1:50. 4. Esther Süss (Wheeler) 3:18. 5. Corina Gantenbein (Haibike) 3:55. 6. Marina Groccia (Alouettes) 6:30.

MÄNNER
Junioren: 1. Vital Albin (Bike Team Solothurn) 1:04:30. 2. Nick Burki (Bike Team Solothurn) 0:32. 3. Filippo Colombo (VC Monte Tamaro) 0:42.
U23: 1. Andri Frischknecht (Scott-Odlo) 1:24:50. 2. Florian Chenaux (Zimmermann-Bergamont) 0:41. 3. Marcel Guerrini (Focus) 0:57.
Elite: 1. Nino Schurter (Scott-Odlo) 1:31:47. 2. Florian Vogel (RC Gränichen) 0:06. 3. Lukas Flückiger (BMC) 0:33. 4. Ralph Näf (BMC) 1:25. 5. Mathias Flückiger (Stöckli) 1:35. 6. Fabian Giger (Colnago) 2:19.

 

 

Langendorf: Mehr als ein Hauch von Weltcup!

18.7.2015

Ausnahmsweise am Samstag gab sich ganz Langendorf dem Argovia Vittoria-Fischer Cup hin, welcher zusammen mit der MTB Schweizermeisterschafen durchgeführt wurde.

Wie schon letztes Jahr hatten damit auch die nicht an der SM startberechtigten Fahrer die seltene Gelegenheit die gleiche Strecke, die Bedingungen und Atmosphäre wie die Profis zu erleben, gerade für die jüngeren Nachwuchshoffnungen eine tolle Gelegenheit!
Wieder schien es Petrus erneut nicht wirklich gut mit den Bikern zu meinen und die perfekt präperierte Strecke erlebte eine lange und intensive Dusche. Dies tat jedoch der Motivation und technischen Raffinesse der startenden Jugendlichen keinen Abbruch. Die nassen Wurzeln und durch die Nässe anspruchsvoller gewordenen technischen Passagen brachten aber verschiedene Fahrer an die Grenzen und den immer wieder zu beobachtenden, kleineren Blessuren an zu urteilen teilweise auch darüber hinaus. Trotz dieser zusätzlichen Handicaps kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen (Stürzen).
Egal ob die Jüngsten auf dem kniffeligen Parcours oder die Grösseren und Erwachsenen auf der Strecke, sie alle zeigten wieder Bike-Sport vom Feinsten. Dass einem die „Profi-Strecke“ nicht nur technisch sondern auch konditionell alles abverlangte, konnte nach jeden Rennen eindrücklich beobachtet werden. Praktisch jeder Fahrer war überglücklich das Rennen geschafft zu haben und legte sich erst mal kurz hin, um wieder Luft zu bekommen. Da es gegen Mittag aufhörte zu Regnen und sich die Sonne zeigte, verschärfte die Bedingungen für die Erwachsenen an Nachmittag nochmals. Als Konsequenz floss noch mehr Schweiss, Wasser und isotonische Getränke.
Langendorf lieferte ein perfektes Rennen, eine perfekte Organisation und super Bedingungen. Man sollte sich somit diesen tollen Event unbedingt im Rennkalender 2016 fett anstreichen!

Sportliche Grüsse
Marco Gertsch, IG Argovia Cup

Fotos: Melih Bildik

Für Hobby-Veranstalter am Limit

Die Ausrichtung der Schweizer Meisterschaften brachte der IG MTB Langendorf zwar viel Lob ein,
vor allem bedeutete sie aber auch sehr viel Arbeit im Vorfeld

Von Michael Forster

Reto Burki, welches Fazit ziehen Sie als OK-Präsident von den Schweizer Meisterschaften in Langendorf?
Reto Burki: Es ist vor allem cool, die vielen Komplimente erhalten zu haben, und zwar von allen Seiten. Ob es die Strecke betraf, die Organisation, die ganze Infrastruktur: Ich habe sehr viele Mails erhalten, auch Telefone, und bereits während den Rennen kamen die Leute auf mich zu – Zuschauer, aber auch Spitzenfahrer. Es herrschte rundum Zufriedenheit.

Florian Vogel höchstpersönlich hat sich nach dem Rennen bei Ihnen bedankt für den schönen Parcours. Was bedeutet Ihnen das?
Das ist natürlich ein Lob von höchster Stelle! Die Profis sind ständig an so vielen Rennen unterwegs; wenn die sagen, es sei eine coole Strecke gewesen, dann zählt das schon etwas. Zumal am Anfang alle ein wenig skeptisch waren als es hiess, die SM würde im Rahmen eines Argovia-Cup-Rennens ausgetragen. Sie erwarteten eine „easy“ Strecke, doch dann sind sie schon ein wenig auf die Welt gekommen. Denn es ist ein Rundkurs, auf welchem man keine Sekunde ausruhen kann, zwar ohne lange Aufstiege, aber auch ohne lange Abfahrten, auf welchen man sich erholen kann. Nick (Burki, sein Sohn) zum Beispiel hatte einen Durchschnittspuls von 188, und das dürfte anderen Fahrern ähnlich ergangen sein.

Zusätzlich zu ein paar technischen Neuerungen wurde die Strecke im Wald in der anderen Richtung befahren. Was wird alles beibehalten in der Austragung 2016?
Das kann ich noch nicht entscheiden. Wenn die Richtung aber beibehalten werden sollte, müssen wir auch die Überführung wieder machen. Das Material ist zwar vorhanden, aber es bedeutet einen recht grossen Aufwand. Die Steilwandkurve wurde nach dem Rennen in Gränichen eingelagert; sie wird künftig an diesem Rennen zum Einsatz gelangen. Wir können sie aber jederzeit holen, wenn wir sie für unser Rennen brauchen.

Welches war Ihr persönliches Highlight an den beiden SM-Tagen?
Was mir am besten gefiel, war die Zufriedenheit der Leute. Und es gab keine wirklich gravierenden Zwischenfälle.
Als Teamchef des Bike Teams Solothurn dürfte Sie der Doppelsieg im Rennen der Junioren speziell gefreut haben.
Das war natürlich ein Highlight! Dieser Erfolg entschädigte für die viele Arbeit.

Andererseits gab es eine Reihe prominenter Fahrer, welche relativ schwer stürzten, in Spitalpflege mussten. War die Strecke zu anspruchsvoll?
Nein, auf keinen Fall zu anspruchsvoll. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie zu gefährlich war. Vielleicht wurde sie von einigen Fahrern ein wenig unterschätzt, denn es war eine schnelle Strecke; wenn das Tempo hoch ist, dann sieht ein Crash immer schlimmer aus. Die Hindernisse wären an und für sich nicht gefährlich gewesen. Wir haben sie vielmehr eingebaut, um Tempo rauszunehmen. Ein paar haben ganz einfach den Fehler gemacht, mit zu viel Schwung auf die Hindernisse zuzufahren, wodurch sie zu weit gesprungen sind.

Die IG MTB Langendorf war als Veranstalter relativ kurzfristig eingesprungen. Hatte das am Ende Auswirkungen auf den Anlass oder reichte die Vorbereitungszeit?
Die Zeit hat aus organisatorischer Sicht gereicht, es hat alles tipptopp geklappt. Was wir noch nicht wissen, ist, ob es auch finanziell aufgegangen ist. Hier fehlen uns zu diesem Zeitpunkt noch die nötigen Zahlen.

Im Vorfeld wusste man nicht genau, wie und ob der Anlass ankommen würde. Kann man sagen, dass man die Bevölkerung erreicht hat?
Absolut. Wir hatten sehr viele Zuschauer aus Langendorf selber, welche Freude am Anlass hatten und mir persönlich gratulierten zu diesem tollen Anlass. Andere wiederum zeigten sich sehr kooperativ, packten mit an und stellten Sachen zur Verfügung – es war wirklich der Hammer, wie sie sich hinter uns gestellt haben.

Was nimmt man von der SM mit in die nächsten Austragungen des Argovia Cups?
Nun, mit solchem Anlass wächst der Erfahrungsschatz zusätzlich. Wir können verschiedene Sachen für die Rennen 2016 übernehmen, Dinge, die auch auf Stufe Argovia Cup funktionieren.

Sie haben zwar im Vorfeld betont, mit der Ausrichtung eines Argovia-Cup-Rennens zufrieden zu sein. Dennoch: Reizt es einen nicht doch, nach einer solch gelungener SM dauerhaft wieder etwas Grösseres auf die Beine zu stellen?
Vorläufig bleibt es dabei, aber soll nie „nie“ sagen. Diese Schweizer Meisterschaften waren sicher wieder an der Grenze für uns als Hobbyveranstalter. Die Belastung war riesig, ein paar nahmen extra eine Woche Ferien. So etwa auch OK-Mitglied Hans Marti, welcher, als Chef des Werkhofs, unzählige Stunden Freizeit in den Anlass investiert hat.

SM Eliminator: Die Weltmeister verpassen den Titel

Marcel Wildhaber und Linda Indergand holen die Schweizer Meistertitel im Eliminator Sprint

Von Michael Forster

Mit den ersten Entscheidungen im Eliminator Sprint wurden die Schweizer Meisterschaften im Mountainbike im solothurnischen Langendorf so richtig lanciert. Dass der attraktive Rundkurs auf dem Schulhausgelände nicht ohne Tücken war, zeigte sich bereits bei der Streckenbesichtigung.

Ramona Forchini, eine der Favoritinnen, verschätzte sich beim Baumstamm kurz nach dem Start und konnte in der Folge an der Qualifikation nicht mehr teilnehmen. Besser machte es Linda Indergand. Die Urnerin, vier Tage zuvor 22 geworden, meisterte diese und alle anderen technischen Schwierigkeiten am besten und bestätigte im Final die Qualifikationsbestzeit eindrücklich. «Ich wusste, dass Kathrin Stirnemann Respekt hatte vor dem Baumstamm, deshalb suchte ich schon früh die Vorentscheidung», so Indergand zur erfolgreichen Renntaktik. Wie gross der Vorsprung auf die amtierende Weltmeisterin des RC Gränichen war, habe sie erst auf der Geraden nach Rennhälfte bemerkt. Dabei hatte sie sich erst kurzfristig für einen Start entschieden, auch deshalb, weil sich nur gerade acht Konkurrentinnen für einen Start eingeschrieben hatten. «Den Titel kampflos jemandem anderen überlassen, das wollte ich dann doch nicht», strahlte sie im Trikot der Schweizer Meisterin.

Knapper, viel knapper sogar verlief der Finallauf bei den Männern. Zwar starteten auch hier nur gerade zwölf Fahrer zur Qualifikation, doch das Dutzend hatte es in sich. Entsprechend eng verlief dann auch der letzte Lauf des Tages. Schnellstarter Patrick Lüthi, welcher auf der steilen Startrampe sowie in den technischen Kombinationen danach allen die Show stahl, führte die Vierergruppe auf die Gerade, wo er Marcel Wildhaber die Führung überliess. „Ich liess ihn bewusst passieren, damit ich vom Windschatten profitieren konnte“, so der Neuenburger, der später zum finalen Angriff blies.

Beinahe wäre seine Taktik aufgegangen, allein, am Ende fehlten ihm auf dem nicht einfach zu befahrenden Teppich 0,08 Sekunden zum Meistertitel. Und dies, obwohl sich der 23-Jährige in den letzten beiden Wochen auf Bachelor-Studium konzentrierte und nur gerade einmal auf dem Bike gesessen hatte.

So ging der Titel, zum zweiten Mal nach 2013, an Marcel Wildhaber. Der 30-Jährige des Teams Scott-Odlo musste zwar in der Qualifikation noch dem ersten Eliminator-Weltmeister überhaupt, Ralph Näf, den Vortritt lassen, kehrte den Spiess im Finallauf dann aber um. «Zum Glück war die Zielgerade nicht länger», gestand er, am Limit gefahren zu sein. Obwohl er im September 2014 er an der WM (8.) seinen letzten Eliminator gefahren war und auch das Training zuletzt vermehrt auf die Radquer-Saison ausgerichtet hatte, war er in Langendorf der Schnellste. Damit holte er nach, was ihm vor Jahresfrist in Lostorf verwehrt geblieben war. «Ich hatte mich damals entsprechend vorbereitet und hatte das Gefühl, der Stärkste zu sein», so Wildhaber, der schliesslich, in Führung liegend, von einem Kettenriss gebremst wurde. Mit dem diesjährigen Titel ist sein Soll in Langendorf sozusagen erfüllt. «Ich werde am Sonntag zwar alles geben; für einen Top-10-Platz muss es mir aber super laufen.»

Langendorf. Schweizer Meisterschaften. Eliminator.
FINAL FRAUEN:
1. Linda Indergand (Focus) 1:30,51. 
2. Kathrin Stirnemann (Haibike) 1:33,25.
3. Michelle Hediger (Giant) 1.36,24.
4. Ramona Kupferschmid (Wheeler) 1:41,31.

FINAL MÄNNER:
1. Marcel Wildhaber (Scott-Odlo) 1.24,46.
2. Patrick Lüthi (Prof Raiffeisen) 1:24,54.
3. Ralph Näf (BMC) 1:25,46.
4. Severin Sägesser (Schmid Velosport) 1:26,66.

Ranglisten
Artikel von Swiss Cycling
Video RIDE.CH
Fotos auf flickr von Melih Bildik

Fotos: © Simon Kneubühl

Ein Bündner nutzt den Solothurner Heimvorteil

Junior Vital Albin siegt an der SM in Langendorf,
Nick Burki holt Rang 2

Von Michael Forster

Was für ein Tag für Reto Burki, Teamchef des Solothurner Bike Teams und Organisator der Schweizer Meisterschaften in Langendorf. Nicht nur, dass sich Vize-Schweizer-Meister Florian Vogel unmittelbar für den attraktiven Rundkurs bei ihm bedankt und somit für ein ganz spezielles i-Tüpfelchen gesorgt hatte. Bereits rund fünf Stunden früher, mit der Einfahrt der schnellsten Junioren des Landes, hatte das Herz von Reto Burki am Sonntag ein erstes Mal höher geschlagen. Es war nämlich nicht etwa Filippo Colombo, welcher seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte, sondern Vital Albin, der dem ein Jahr älteren Tessiner auf der Heimstrecke die Show stahl. Dass mit Sohn Nick ein zweiter Fahrer des Solothurner Bike Teams gar für einen Doppelsieg sorgte, machte den Triumph aus Sicht des Organisators perfekt. «Das war natürlich ein Highlight», so Burki zu seiner Doppelrolle; dieser Erfolg habe für viele Stunden Arbeit vor dem Anlass entschädigt.
Mit Teamarbeit zum Doppelsieg
«Ich habe gewusst, dass sie stark fahren und vorne mit dabei sein würden», rechnete Burki mit einem guten Resultat, «aber gerade so … Gewünscht habe ich es mir natürlich, erwartet», so der Teamchef, «hätte ich es aber nicht unbedingt.» Denn die Zeichen deuteten im Vorfeld eher auf einen Sieg von Filippo Colombo hin. Der 18-Jährige, immerhin die Weltnummer 18 bei den Junioren, hatte den letzten Test in Montsevelier vor Albin zu seinen Gunsten entschieden und wollte seinen Titel von Lostorf, zumal gegen die ein Jahr jüngere Konkurrenz, verteidigen. Allein, es sei nicht sein Tag gewesen, wirkte er nach der Siegerehrung niedergeschlagen. «Das Warm-up verlief zwar gut, doch es war nicht unbedingt meine Strecke.» Einen längeren Aufstieg habe er vermisst, um seine konditionellen Vorzüge ausspielen zu können, hinzu kam der Sturz kurz vor der Waldausfahrt. «Die anderen spannten zusammen und konnten sich absetzen», nennt er die frühe rennentscheidende Szene. Obwohl er das Rennen schnell fortsetzen konnte, gelang ihm der Anschluss an das Duo Albin/Burki nicht mehr.
Denn dieses machte fortan an der Spitze so richtig Dampf. Den Doppelsieg der Solothurner Biker alleine dem unglücklichen Sturz Colombos zuzuschreiben, wäre jedoch nicht korrekt. Denn der Titelverteidiger fand sich rasch in einer grösseren Verfolgergruppe wieder und hätte, falls er wirklich über die (Tages-)Form verfügt hätte, die Lücke nach vorne schliessen können. Zuerst zu Nick Burki, welcher, ab der 3. Runde, das Tempo von Teamkollege Albin nicht mehr mitgehen konnte. «Immerhin hatte ich ihn immer in Sichtweite. Das half mir, den Vorsprung nach hinten wahren zu können.» Mit Rang 2 zeigte sich der Derendinger denn auch mehr als zufrieden mit seinem ersten Auftritt an einer Junioren-SM. Nächste wichtige Erfahrungen zu sammeln gibt es für ihn an der EM in Alpago diesen Samstag, wo er sich einen Platz in den ersten 15 zum Ziel gesetzt hat. «In erster Linie wird es für mich aber darum gehen, wichtige Erfahrungen zu sammeln», so der Solothurner, um dann, wer weiss, im nächsten Jahr richtig zuzuschlagen. So wie vor einem Jahr: Damals holte Burki zwischen seinen beiden Teamkollegen Vital Albin und Ursin Spescha EM-Silber bei den U17.

«Vergleichbar mit dem EM-Titel»
Bereits seinen Titel Nummer drei innert eines Jahres, nach SM- und EM-Gold 2014, holte in Langendorf Vital Albin. Der 17-Jährige aus Tersnaus (GR), welcher seit knapp einem Jahr in Solothurn wohnt und dort, zusammen mit Burki, die Sportklasse besucht, holte den Schweizer-Meister-Titel schliesslich souverän. «Irgendwann konnte Nick mein Tempo nicht mehr halten», so Albin, der seinen Rhythmus durchzog und am Ende eine gute halbe Minute Vorsprung herausgefahren hatte. «Der Erfolg von heute ist mit jenem der letztjährigen EM zu vergleichen», freute sich der Bündner über seinen «Heimsieg» angesichts der starken Konkurrenz. «Dabei kam mir sicher zugute, dass ich den Parcours in- und auswendig kannte.»

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Willkommen in Langendorf

Sali zäme
Grüessech mitenang

Die Schweizermeisterschaft ist ein Höhepunkt für viele Mountainbike-Athleten und viele trainieren hart, um am Ende des Tages ganz oben zu stehen. Auch wenn dies jeweils nur einem einzigen vergönnt ist, gehen am Ende alle zufrieden nach Hause.

Gemeinsam stehen sie am Start, bei Sonne oder Regen. Man wünscht sich Glück, macht ein paar coole Sprüche und freut sich auf das bevorstehende Adrenalin- und Laktatbad. Unterwegs wird einander kein Zentimeter geschenkt und leidenschaftlich gekämpft. Im Ziel wird gratuliert, abgeklatscht und über den Rennverlauf philosophiert. Dem Sieger wird applaudiert und jeder mag es ihm gönnen. Keine Missgunst – keine Allüren – eine Familie!

Die Schweizermeisterschaft ist quasi ein grosses Familienfest, an dem etwas ganz Spezielles und Aussergewöhnliches gefeiert wird. Nicht nur die Biker, sondern alle Freunde des Bikesports sind eingeladen drei Tage lang Teil von etwas ganz Besonderem zu sein. Gemeinsam tauchen wir ein und geniessen die fröhliche und gesellige Stimmung. Während drei Tagen sind wir alle ein Teil der Familie und jeder soll sich in der Bikearena Langendorf wohlfühlen. Neben vielen lachenden Gesichtern werden wir auch Gaumenfreuden präsentieren können. Das wohlklingende Surren der Reifen und das genüssliche Schmatzen der Federgabeln werden im frenetischen Jubel und Applaus untergehen. In der einen Ecke wird es nach Bremsbelag riechen, in der anderen nach Kaffee und Kuchen. Die Athleten und der Bikesport werden hautnah zu erleben sein. Lasst eure Sinne verwöhnen und fühlt euch einfach wie zu Hause!

Herzlich willkommen an der MTB-Schweizermeisterschaft 2015!
IG MTB Langendorf

Herzlichen Dank

Herzlichen Dank an alle für das tolle Bikefest in Langendorf. Die Biker haben einmal mehr bewiesen, dass sie eine grosse Familie sind und den vielen Zuschauern bewiesen, dass wir einen attraktiven Sport betreiben.

 

Danke an alle die dies ermöglicht haben.

Memories

Erinnerungen an einen tollen Tag